Die Daten des Rechtsanwalts im Netz

In der Bun­desrecht­san­walt­sor­d­nung und der Beruf­sor­d­nung für Recht­san­wälte ist ein­deutig fest­gelegt, dass der Recht­san­walt zur Ver­schwiegen­heit verp­fichtet ist (§ 43a BRAO, § 2 Abs. 1 BORA) und diese Plicht nicht nur auf Mitar­beit­er, son­dern auch auf Per­so­n­en und Unternehmen aus­gedehnt wird, deren Dien­ste der Recht­san­walt in Anspruch nimmt (§ 2 Abs. 5 BORA). Wer­den dem Recht­san­walt Umstände bekan­nt, aus
denen sich Zweifel an der Ver­schwiegen­heit­spflicht ergeben, darf mit den Per­so­n­en bzw. Unternehmen nicht zusam­mengear­beit­et wer­den (§ 2 Abs.6 BORA).

Die Daten des Rechtsanwalts im Netz

In der Prax­is bedeutet das, die all­seits gängige Kom­mu­nika­tion über das Inter­net ist für einen gewis­senhaften Anwalt eigentlich tabu. Eine große Anzahl der Such­maschi­nen und son­sti­gen Inter­net-Fir­men sind nicht in Deutsch­land ansäs­sig. Die Mark­t­führer stam­men aus den USA — und ger­ade das stellt spätestens seit Snow­den bezüglich der Daten­sicher­heit ein Prob­lem dar. Kein Recht­san­walt, der es mit seinem Beruf­sethos ernst nimmt, darf per e‑mail mit seinen Man­dan­ten verkehren. Darüber hin­aus ist die Daten­spe­icherung auf einem Serv­er ausser­halb Deutsch­lands genau­so unsich­er wie die Inanspruch­nahme von Soft­ware­an­bi­etern, die im Aus­land sitzen.

Einen Ausweg der Prob­lematik ist die Ein­willi­gung. Nach § 2 Abs. 3 a) BORA ver­stößt ein Recht­san­walt nicht gegen seine Ver­schwiegen­heit­spflicht, wenn der Man­dant ihm für dieses Vorge­hen eine Erlaub­nis erteilt hat. Bezo­gen auf eine Kom­mu­nika­tion per e‑mail, hat der Man­dant eine Ein­willi­gung hierzu zu erteilen.

Wer dieses Prozedere nicht bei jedem Man­dan­ten durch­spie­len möchte, für den bietet sich eine ganzheitliche Lösung an: Daten­räume für Unternehmen inner­halb Deutsch­lands, die vor unbefugtem Zugriff gesichert sind. So gel­ten z.B. bei der in Tri­er und Mainz ansäs­si­gen Fir­ma data­roomx aller­höch­ste Sicher­heits­stan­dards. Hier wer­den die soge­nan­nten Vir­tu­al Data Rooms von den Kun­den für den Daten­trans­fer genutzt. Ein sicheres Rechen­zen­trum mit TÜV-Zer­ti­fizierung, Zugangskon­trollen und nicht zulet­zt höch­sten Ver­schlüs­selung­stech­nolo­gien garantieren, dass es keinen unbefugten Zugriff auf die in dem abgesicherten dig­i­tal­en Raum hin­ter­legten Dat­en gibt. Es wird zum Schutz der Doku­mente auch ein dig­i­tales Wasserze­ichen ange­boten.

Trotz dieser enor­men Sicher­heits­stan­dards wer­den die Kun­den keineswegs durch eine kom­plizierte Hand­habung abgeschreckt. Nach ein­er kun­den­in­ter­nen Befra­gung bei data­roomx im Sep­tem­ber 2016 sticht beson­ders die ein­fache Bedi­enung her­vor. So ist es auch Recht­san­wäl­ten (deren täglich Brot nicht im Com­put­er­bere­ich liegt) möglich, ohne große Schwierigkeit­en solche virtuellen Daten­räume zu nutzen.