Beraterhaftung — und die nachfolgende Zweithandlung des Mandanten

Grund­sät­zlich schließt es eine für den Schaden mitursäch­liche wil­lentliche Hand­lung des Ver­let­zten nicht ohne weit­eres aus, den Schaden dem­jeni­gen zuzurech­nen, der die schädi­gende Kausalkette in Gang geset­zt hat. Bestand für die Zwei­thand­lung der Geschädigten ein recht­fer­ti­gen­der Anlass oder wurde sie durch das haf­tungs­be­grün­dende Ereig­nis her­aus­ge­fordert und erweist sich die Reak­tion

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Sozietät aus Rechtsanwälten und Steuerberatern — und die Verjährungsfrist bei der Beraterhaftung

Erfol­gt die Erstel­lung eines Dar­lehnsver­trages durch einen in ein­er Sozi­etät mit Steuer­ber­atern täti­gen Recht­san­walt im Rah­men eines von der Sozi­etät erar­beit­eten Gesamtkonzeptes, so ist dieser Anwalt nicht auss­chließend rechts­ber­a­tend tätig. Mithin unter­fiel die Erstel­lung des Dar­lehensver­trages nicht als rechts­ber­a­tende Tätigkeit der Ver­jährungsregel des § 51b BRAO aF. Vielmehr liegt eine

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Der Rechtsanwalt als Mittelverwendungskontrolleur — und seine Berufshaftpflichtversicherung

Ob die Kon­trolle der Ver­wen­dung von in einen Fonds ein­gelegten Mit­teln eine in der Ver­mö­genss­chaden­shaftpflichtver­sicherung des Recht­san­walts ver­sicherte anwaltliche Tätigkeit im Sinne des § 1 AVB‑A darstellt, kann vielmehr nur im Einzelfall unter Berück­sich­ti­gung ein­er­seits der im Ver­sicherungsver­trag getrof­fe­nen Vere­in­barun­gen und ander­er­seits der konkret vom Recht­san­walt im Mit­telver­wen­dungskon­trol­lver­trag über­nomme­nen Auf­gaben

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Der aus der Sozietät ausgeschiedene Steuerberater — und seine Nachhaftung

Die für eine Enthaf­tung gemäß § 736 Abs. 2 BGB, § 160 Abs. 1 HGB maßge­bliche Fün­f­jahres­frist begin­nt mit der pos­i­tiv­en Ken­nt­nis des Gesellschafts­gläu­bigers von dem Auss­chei­den des Mit­ge­sellschafters. Die Beweis­last für die fris­taus­lösende pos­i­tive Ken­nt­nis trägt hier­bei der aus­geschiedene Gesellschafter. Allein aus der nur leicht abwe­ichen­den Gestal­tung des Briefkopfes

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Der ehemalige Scheinsozius — und die Sekundärhaftung

Ein Anspruch des Man­dan­ten aus Sekundärhaf­tung beste­ht auch gegen den Anwalt, der als Schein­soz­ius wegen der primären Pflichtver­let­zung nur ana­log § 128 HGB haftet, aber im Rah­men eines per­sön­lichen Fol­ge­man­dats die sekundäre Hin­weispflicht ver­let­zt. Find­et für die Ver­jährung des Schadenser­satzanspruchs aus pos­i­tiv­er Ver­tragsver­let­zung aus dem Anwaltsver­trag noch § 51b BRAO

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Berufshaftpflichtversicherung einer angestellten Rechtanwältin

Nach Ansicht des Bun­des­fi­nanzhofs führt die Über­nahme der Beiträge zur Beruf­shaftpflichtver­sicherung ein­er angestell­ten Recht­san­wältin durch den Arbeit­ge­ber zu Arbeit­slohn. Die Beitragszahlung erfol­gt in erster Lin­ie im Inter­esse der Arbeit­nehmerin. Ein möglich­es eigen­be­trieblich­es Inter­esse auch des Arbeit­ge­bers ist nicht auss­chlaggebend.

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