Mehr A – weniger C

In Ihrer Kan­zlei gibt es ein knappes Gut: Ihre Zeit. Dementsprechend sind Sie regelmäßig gezwun­gen, die anste­hen­den Arbeit­en zu sortieren und zu pri­or­isieren. Hier­für bietet sich – neben der nach Dringlichkeit und Wichtigkeit sortieren­den Eisen­how­er-Matrix – ins­beson­dere die ABC-Analyse an.

Mehr A – weniger C

Die ABC-Analyse ist ein­fach­es Ver­fahren zur Pla­nung und Entschei­dungs­find­ung. Hier­bei wer­den die anste­hen­den Arbeit­en nach ihrer Bedeu­tung in drei Klassen – von A bis C – ein­sortiert.

Ide­al­typ­isch find­et sich dabei eine Aufteilung auf nach dem Pare­to-Prinzip: In der Klasse „A“ wer­den mit 20% der Man­date 80% des Kan­zleium­satzes gemacht, in der Klasse B liefern weit­ere 30% der Man­date 15% des Umsatzes und in der Klasse C brin­gen die 50% der Man­date die restlichen 5% des Umsatzes. Diese Aufteilung ist zwar lehrbuch­mäßig, aber tat­säch­lich so wohl eher sel­ten anzutr­e­f­fen, aber sie zeigt die Ziel­rich­tung der erforder­lichen Sortierung und Pri­or­isierung.

Im Per­sonal­man­age­ment hat man für das ABC-Prinzip ein plas­tis­ches Bild: Der A‑Mitarbeiter zieht den Kar­ren, der B geht neben­her und der C sitzt obe­nauf. Und nun erset­zen Sie die Mitar­beit­er in dem Bild durch Ihre Man­date.

Die Pri­or­isierung muss dabei nicht unbe­d­ingt nach dem Umsatz erfol­gen. Denkbar ist auch eine Sortierung nach Umsatz und Zeitaufwand oder auch nach Man­dat­en aus gewün­scht­en Fach- oder The­menge­bi­eten und eher ungeliebten Man­dan­ten…

Die ABC-Analyse ist ein ein­fach­es Mod­ell, aber ger­ade dadurch effizient ein­set­zbar. Über­legen Sie ein­mal, wie Sie Ihre Man­date pri­or­isieren wür­den und sortieren Sie sie zumin­d­est grob in die Klassen A – C ein. Auf diese Weise ver­schaf­fen Sie sich einen kom­prim­ierten Überblick über Ihre derzeit­ige Sit­u­a­tion, aus dem Sie dann Ihre weit­ere Vorge­hensweise ableit­en kön­nen.