Von Lerchen und Eulen

Unser Lebensstil weicht zunehmend von den Rah­menbe­din­gun­gen ab, den uns unsere biol­o­gis­che Uhr und der von ihr beschriebene cir­ca­di­ane Rhyth­mus vorgibt.

Von Lerchen und Eulen

Wir arbeit­en gegen die Uhr und oft­mals bis spät in die Nacht. Aber wir sind nicht über den gesamten Tag gle­ich leis­tungs­fähig. Wis­sen Sie, wann Sie am leis­tungs­fähig­sten sind?

Hier lassen wir uns grund­sät­zlich in zwei Chrono­typen unter­schei­den: Die „Lerchen“ sind früh­mor­gens schon fit und leis­tungs­fähig, dafür sig­nal­isiert ihnen ihre innere Uhr früher, dass es Zeit ist ins Bett zu gehen. Dage­gen gehen die „Eulen“ spät zu Bett und ste­hen entsprechend später auf, ihre Leis­tungskurve im Tagesver­lauf ist dementsprechend auch weit­er nach hin­ten ver­schoben.

Unter­suchun­gen zeigen, dass die Unter­schiede zwis­chen diesen bei­den Grup­pen zum einen im Lebenslauf vari­iert – Kinder sind meist Lerchen, spätestens mit der Pubertät wer­den sie zu Eulen –, zum anderen aber über­wiegend genetisch prädisponiert ist. Eine Eule lässt sich also nicht zum frühen Arbeit­en erziehen – oder zumin­d­est nicht zu voller Leis­tungs­fähigkeit am frühen Mor­gen.

Das bedeutet aber auch, dass Sie Ihren täglichen Arbeitsablauf an Ihre eigene Leis­tungskurve anpassen soll­ten. Als Eule ver­legen sie Rou­tin­ear­beit­en in den Mor­gen, als Lerche in den Abend. Zumin­d­est soweit, wie Ihnen extern vorgegebene Ter­mine diesen Freiraum lassen.

Und wenn Sie als Eule damit hadern, dass unser Arbeits- und Geschäft­sleben weit­ge­hend auf Lerchen aus­gerichtet ist, trösten Sie sich. Es gibt Unter­suchen, die glauben bele­gen zu kön­nen, dass Eulen im Durch­schnitt wohlhaben­der sind als Lerchen.

Und was mich bet­rifft: Der frühe Vogel kann mich mal…