Unternehmereigenschaft eines Insolvenzverwalters

Nach Auf­fas­sung der Finanzver­wal­tung gilt für die umsatzs­teuer­liche Behand­lung der Leis­tun­gen eines in ein­er Recht­san­walt­skan­zlei als Insol­ven­zver­wal­ter täti­gen Recht­san­walts Fol­gen­des:

Unternehmereigenschaft eines Insolvenzverwalters

Die von einem für eine Recht­san­walt­skan­zlei als Insol­ven­zver­wal­ter täti­gen Recht­san­walt aus­ge­führten Umsätze sind der Kan­zlei zuzurech­nen. Dies gilt sowohl für einen angestell­ten als auch für einen an der Kan­zlei als Gesellschafter beteiligten Recht­san­walt, selb­st wenn dieser auss­chließlich als Insol­ven­zver­wal­ter tätig ist und im eige­nen Namen han­delt. Die Recht­san­walt­skan­zlei rech­net über diese Umsätze im eige­nen Namen und unter Angabe ihrer eige­nen Steuer­num­mer ab (§ 14 Abs. 4 UStG).

Es find­et insofern kein Leis­tungsaus­tausch zwis­chen der Recht­san­walt­skan­zlei und dem Recht­san­walt statt.

Für vor dem 1. Jan­u­ar 2010 aus­ge­führte Leis­tun­gen wird es — auch für Zwecke des Vors­teuer-abzugs des Leis­tungsempfängers — nicht bean­standet, wenn der für die Recht­san­walt­skan­zlei tätige Recht­san­walt seine Tätigkeit­en als Insol­ven­zver­wal­ter im eige­nen Namen abrech­net bzw. abgerech­net hat.

Bun­desmin­is­teri­um der Finanzen, Schreiben vom 28. Juli 2009 — IV B 8 — S 7100/08/10003 [2009/0495214]